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Veranstaltungen 2010

"Potsdam - Europäische Geschichte an allen Ecken und Enden"
Veranstaltung am 05. November 2010

In Fortsetzung der Veranstaltungsreihe "Europa in Potsdam - Potsdam in Europa" organisierte der Landesverband der Europa Union am Freitag, den 05. November 2010 eine fünfstündige Veranstaltung in 2 Teilen, einer Stadtführung sowie anschließend eine Podiumsdiskussion. download Plakat

Um 13 Uhr startete eine Stadtführung (Fotos s.u.) mit dem Rathaus in der Friedrich-Ebert-Strasse als Ausgangspunkt. Unter fachkundiger Führung von Frau Gabriele Fairon vom Potsdam Tourismus Service ging es vom Nauener Tor, vorbei an Zeugnissen italienischer Baukunst, zunächst ins holländische Viertel. Dort konnte bei freiem Eintritt das Jan Bouman-Haus besichtigt werden. Der Weg führte anschließend zur Französischen Kirche, der an diesem Tag extra für unsere rund 20-köpfige Besuchergruppe geöffnet wurde. Über Zwischenstationen an der kath. Kirche St. Peter und Paul, ebenfalls mit Elementen italienischer Baukunst errichtet, sowie dem Haus "Im güldenen Arm" ging es über das russische Viertel Alexandrowka schließlich zurück zum Rathaus.

Dort konnte sich der Teil der Stadtführungs-Gruppe, der zum zweiten Veranstaltungsteil der Podiumsveranstaltung ab 16 Uhr blieb, zusammen mit neu zum zweiten Teil gekommenen Teilnehmer/innen zunächst bei einem Imbiss stärken.
Anschließend begrüßte Wolfgang Balint als Vorsitzender der Europa Union Brandenburg sowohl die Gäste als auch die Podiumsteilnehmer/innen
- Prof. i.R. Dr. habil. Ulrich Schmelz
- Frau Dr. Brigitte Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museen der Stadt Potsdam
- Frau Magdolna Grasnick, Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Potsdam
- sowie Stefan Frerichs, Leider der Wirtschaftsförderung der Stadt Potsdam.

Die Referent/innen stellten in ihren ebenso sachkundig wie gut verständlichen Eingangsstatements ihren jeweiligen Aspekt des Themas "Integration in Potsdam - damals und heute" dar. Prof. Schmelz hob dabei u.a. die Aspekte europäischer Migration nach Potsdam hervor, die in der Stadtführung nicht direkt berührt werden konnten, wie die im 17. Jhdt. im Kolonistendorf Nattwerder angesiedelten Schweizer oder die in das Weberviertel (heutiges Babelsberg) im 18. Jhd. eingewanderten Böhmen. Frau Dr. Seemann legte im Rahmen eines erweiterten Kulturbegriffs, der z.B. auch die Kultur des Essens mit einbezieht, einen Schwerpunkt ihrer Darstellung auf die Aspekte des "Kultur-Transfers" (z.B. neuer Formen der Ernährung) und der "Kultur-Ökonomie", durch die europäische Migranten damals wie heute die Stadt Potsdam bereicher(te)n. Frau Grasnick betonte u.a., dass gerade die erst seit kurzem durch die EU-Rechtssprechung geschaffenen Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft für Deutsche mit Migrationshintergrund sowie das damit verbundene kommunale Wahlrecht als Möglichkeit der Partizipation in Deutschland einen enormen Integrations-Effekt hat. Dies wirke sich speziell in Potsdam durch die neuen östlichen EU-Staaten sehr positiv aus. Herr Frerichs rundete die Statements mit der Aussage ab, dass Wirtschaftsförderung gerade in Potsdam ohne die Anwesenheit der (nicht nur europäischen) Ausländer gar nicht denkbar wäre, und verwies dabei besonders auf den Forschungs-Sektor.

In der anschließenden Diskussion wies der Fotograf Walter Wawra vom Fotoclub Potsdam darauf hin, dass diese Veranstaltung Auftakt für ein Foto-Projekt "Integration in Potsdam heute" ist. Es soll in Zusammenarbeit mit der Europa Union Brandenburg und der Stadt Potsdam 2011 in eine entsprechende Ausstellung münden.

Fotos_____________________________________________


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Podium v.l.n.r:
Stefan Frerichs, Prof. Ulrich Schmelz, Wolfgang Balint, Dr. Brigitte Seemann, Magdolna Grasnick


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