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Archiv: Veranstaltungen 2012

 Neue EU-Förderperiode ab 2014 -                                         - Programm  -
 Auswirkungen auf den „Kulturkreis Elbe - Elster"
    Freitag, 23.11.2012, 15:00 bis 18:00
    Kreishaus Herzberg
, Ludwig-Jahn-Straße 2, 04916 Herzberg

Der Landkreis Elbe-Elster gehört zu den strukturschwächsten im Land Brandenburg. Historisch ist der Landkreis eng mit dem Land Sachsen verbunden. Zu den Stärken des Kreises zählen die kulturellen Attraktionen. Die für 2014 im Schloss Doberlug geplante Landesausstellung soll die gemeinsame Geschichte des Landkreises zwischen Brandenburg und Sachsen thematisieren. Der Erhalt und Ausbau der Kulturdenkmäler wurde bislang zu Teilen aus EU-Mitteln gefördert. Die Veranstaltung informierte daher über die möglichen Auswirkungen der veränderten EU-Förderung ab 2014. Dazu wurde das geplante Statement des erkrankten Dr. Christian Ehler MdEP durch den Moderator der Veranstaltung, Hartmut Siemon, verlesen. Weiterhin referierten Christian Jaschinski, Landrat Elbe-Elster, Wolfgang Balint, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Dr. Cornelia Dümcke, culture concept, sowie Elke Scheler, Leiterin der Marketingkampagne zur Landesausstellung 2014.

Einleitend stellte Landrat Jaschinski klar: Die EU-Kulturförderung geht auch nach 2014 weiter. Derzeit wird auf europäischer Ebene intensiv über die zukünftigen Förderprogramme für den Zeitraum von 2014 bis 2020 verhandelt. Bereits jetzt ist klar: Vieles wird beim Alten bleiben, aber es wird auch diverse Neuerungen geben. Förderprogramme werden umbenannt, zusammengelegt und neue Förderbereiche kommen hinzu. Beispielsweise soll das Forschungsrahmenprogramm künftig „Horizont 2020“ heißen. Auch für den Bereich Kultur ist ein spezielles Programm unter dem Titel „Kreatives Europa“ vorgesehen, das die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativbranche stärken soll. Darüber wurde auf einer Veranstaltung der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik in Kooperation mit der Europa Union Land Brandenburg und der Europäischen Bewegung Brandenburg am 23. November informiert. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft in der Kreisverwaltung in Herzberg standen die Auswirkungen auf die Kulturförderung im Landkreis. Landrat Christian Jaschinski betonte, dass es in der Vergangenheit gelungen sei, mit EU-Mitteln zahlreiche Attraktionen und Kulturdenkmäler zu erhalten und auszubauen. Dazu zählten beispielsweise eine Vielzahl Schlösser und mittelalterliche Klosterkirchen wie in Doberlug-Kirchhain, Schloss Neudeck und Mühlberg sowie die St. Marienkirche Herzberg, das größte bronzezeitliche Hügelgräberfeld im deutschsprachigen Raum mit mehr als 600 Grabstellen in der Nähe von Falkenberg sowie Herzberg als eines der Zentren der Reformation in Deutschland. Ebenso profitierten Industriedenkmäler wie die Abraumförderbrücke F 60 in Lichterfeld und die Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf von der EU-Unterstützung. In der zurückliegenden Förderperiode von 2007 bis 2013 flossen in die Kulturförderung insgesamt Investitionsmittel in Höhe von 2,46 Millionen Euro, 1,5 Millionen Euro waren davon EU-Fördermittel.

Die rund 45 Tagungsteilnehmer waren sich einig: Die Kulturgüter des Landkreises stärken die wirtschaftlichen Perspektiven mit Blick auf den Tourismus und in Bezug auf die Attraktivität für Fachkräfte, die ihren Wohn- und Arbeitsort in Elbe-Elster haben oder anstreben, sowie für Unternehmen, die sich im Landkreis ansiedeln wollen. Deshalb setze man auch in Zukunft auf finanzielle Unterstützung durch die EU. Die für 2014 im Schloss Doberlug geplante Erste Brandenburgische Landesausstellung wird die Geschichte des Landkreises zwischen Brandenburg und Sachsen thematisieren. Über geplante Aktivitäten im Ausstellungsjahr informierte die Leiterin der Marketingkampagne, Elke Scheler. Die Museums- und Ausstellungsräume im Schloss Doberlug werden für insgesamt 1,7 Millionen Euro hergerichtet und ausgestattet. Bis 2013 stehen dafür auch EU-Finanzen in Höhe von rund 900.000 Euro zur Verfügung.

 

Die Veranstaltung wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten gefördert.

 



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