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Archiv: Veranstaltungen 2010

"Armut und Soziale Ausgrenzung bei Kindern"

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 Artikel PNN

Trotz dichten Schneetreibens kamen am Donnerstag, den 09. Dezember 2010 rund 20 Teilnehmer/innen im Eltern-Kind-Zentrum EKiz des Freien Trägers JOB e.V. in Werder zusammen, um mit dem fachkundigen Podium im Rahmen des EU-Themenjahres "Gegen Armut und Soziale Ausgrenzung" zum Thema "Armut und Soziale Ausgrenzung bei Kindern" zu diskutieren.
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Für die Veranstalter begrüßte Herr Hans-Peter Hubert, Vorsitzender von GEKO e.V. und Vorstandsmitglied der Europa Union Brandenburg, die Anwesenden zu dieser vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) geförderten Veranstaltung.

Nach Vorstellung des Podiums durch Herrn Thomas Heineke referierte Herr Hubert stellvertretend für die kurzfristig verhinderte Frau Eva Christina Schmidpeter, Mitarbeiterin beim "IFK Vehlefanz e.V." an der Universität Potsdam, ihre Thesen zum Thema aus wissenschaftlicher Sicht. Im Zentrum stand dabei der speziell bei Kindern relevante Doppelaspekt von Armut: die objektiven Rahmenbedingungen materieller Armut einerseits ("Als arm gilt, wem weniger als 60% des Medianäquivalenzeinkommens zur Verfügung steht"), daneben aber auch die "Mehrdimensionalität" z.T. kulturell vermittelter und subjektiv erfahrender Folgeerscheinungen von Armut (ausgegrenzt sein, sich ausgegrenzt fühlen). Hier liegen einerseits die sich potenzierenden Gefahren von Armut für Kinder ("Anders als Erwachsene können die betroffenen Kinder den Mangel nicht von sich aus kompensieren"). Herr Hubert wies an dieser Stelle darauf hin, dass die Mitarbeiter/innen von JOB e.V. bei den Vorgesprächen zur Veranstaltung bei betroffenen Eltern oft mit dem Faktor "Beschämung" bei der Thematisierung eigener Armut konfroniert worden waren. Dieser Aspekt, der sich auch mit Punkten der Thesen Frau Schmidpeters deckt, hatte offenkundig zusätzlich dazu beigetragen, dass etliche Eltern aufgrund der Befürchtung des "Stigma Armut" nicht in diese öffentliche Veranstaltung "getraut" hätten. Mit Blick auf die anwesenden Vertreter/innen von Politik und Verwaltung wurde darauf verwiesen, dass dies ein eigener Aspekt beim Umgang mit dem Thema Armut ist. Nichtsdestoweniger liegen aber in der genannten "Mehrdimensionaliät" von Armut bei Kindern gerade im Hinblick auf Kinder auch Chancen, dem Problem durch geeignete Umfeldmaßnahmen entgegen zu wirken - speziell in der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch in der Schule durch Maßnahmen der Stärkung und gleichberechtigten Integration der Kinder. image02
Auf dem Podium v.l.n.r.: Susanne Melior (MdL), Bodo Rudolph (Jugendamtsleiter Kreis Potsdam Mittelmark), Thomas Heineke (Moderation / GEKO), Manuela Saß (1. Beigeordnete der Stadt Werder), Michael Völker (Vorstand Job e.V.)

Im Anschluss stellten die Landtagsabgeordnete Susanne Melior, Jugendamtsleiter Bodo Rudolph, die 1. Beigeordnete von Werder Manuela Saß sowie das Vorstandsmitglied von Job e.V. Michael Völker ihre Aspekte des Themas vor.

In der folgenden angeregten Diskussion meldeten sich auch Betroffene mit z.T. kritischen Anmerkungen zum Umgang mit dem Thema zu Wort. Dabei sagten die anwesenden Funktionträger, auch aus Reihen der Veranstaltungsteilnehmer, den Betroffenen bei konkreten Problemen praktische Unterstützung zu.

Nach mehreren Diskussionsrunden zwischen Teilnehmern und Podium luden die Veranstalter noch zu einem kleinen Imbiss in den Räumlichkeiten des EKiZ ein - ein Angebot, das gern angenommen wurde. image03

 


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