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Archiv: Veranstaltungen 2010

"Armut im Alter ?"

image01Im Rahmen des EU-Themenjahrs "gegen Armut uns soziale Ausgrenzung" veranstaltete GEKO in Kooperation mit der Europa Union - Kreisverband Uckermark am Freitag, den 26.11.2010 eine Veranstaltung in den Uckermärkischen Werkstätten in Schwedt.

Die Veranstalter begrüßten rund 50 Teilnehmer/innen durch ihre Vorsitzenden, Herrn Hans-Peter Hubert (GEKO) und Frau Renate Becker (Europa Union KV Uckermark) zu dieser vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) geförderten Veranstaltung. Danach richteten der Bürgermeister von Schwedt, Herr Jürgen Polzehl (li. stehend) sowie das Präsidiumsmitglied des Landtags Brandenburg, Herr Mike Bischoff (Mitte sitzend) das Wort an die Anwesenden und skizzierten kurz die Situation in Schwedt und im Land Brandenburg.

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Im Anschluss an die Begrüßungen stellte der Moderator der Veranstaltung, Herr Heineke das Podium vor. Zu den europapolitischen Aspektes des Themas sprach zunächst das Mitglied des Europaparlaments, Herr Helmut Scholz. Anschließend gab Herr Dr. Klaus-Peter Schwitzer vom Deutschen Zentrum für Altersfragen fachkundige Einblicke in die demographische Entwicklung im Land Brandenburg und die Auswirkungen auf die Soziale Lage. Abschließend stellten die Seniorenbeauftragten Frau Haike Fleischmann (für den Kreis Uckermark) und Frau Elke Grunwald (für die Stadt Schwedt).

Herr Scholz unterstrich, dass trotz ihres Themenjahrs die EU und insb. das Europäische Parlament keine besonderen Kompetenzen haben: Es gibt zwar eine Wirtschafts- und Währungsunion, jedoch keine Sozialunion. Die Entscheidungen zur Sozialpolitik fallen weiterhin den jeweiligen 27 EU-Mitgliedsstaaten. Herr Dr. Schwitzer hob hervor, dass Altersarmut zwar regional heute schon vorkommt, jedoch aktuell noch kein gesamtgesellschaftliches Problem sei. Gerade in den östlichen Bundesländern habe sogar Gewinner gegeben: Wer direkt um die Wende in Rente ging, hatte auch hinsichtlich der Kaufkraft mehr von seiner Rente, als dies in der DDR der Fall gewesen wäre. Probleme hätten heute schon diejenigen, die nach der Wende große Zeiten der Arbeitslosigkeit hatte, insofern wenig in die Rentenversicherung einzahlten und nun in Rente gingen. Die richtig großen Probleme kämen aber in den kommenden Jahrzehnten durch den enormen demografischen Wandel auf uns zu, und hier insb. auf die über 80jährigen. An diese Ausführungen konnten die Seniorenbeauftragten Frau Fleischmann und Frau Grunwald anknüpfen, die darauf hinwiesen, dass besonders bei Frauen und Menschen in den dörflichen Regionen der Uckermark die Renten unter der Grundsicherung liegen. Hierzu passte die Anmerkung von Herrn Bischoff MdL, dass gerade in Brandenburg aufgrund dieser Entwicklung die Rentenzahlungen sich zunehmend von der Bundesanstalt für Rentenversicherung auf die (für die Grundsicherungs-Zahlungen zuständigen) Kommunen verlagerten.

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image04Durch einen Imbiss gestärkt, stellten anschließend die Teilnehmer/innen zahlreichen Fragen an die Podiumsteilnehmer/innen, darunter viele Vertreter/innen gesellschaftlicher Gruppen wie ver.di, der Volkssolidarität u.a.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Veranstalter gleichermaßen beim Podium, bei den Teilnehmer/innen sowie bei den Uckermärkischen Werkstätten für Behinderte für die freundliche Aufnahme und die ausgezeichnete Bewirtung.



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